Facebookwahlkampf

Soll man eigentlich einen Wahlkampf via Facebook führen? Macht es Sinn, sich als potentieller Kommunalpolitiker via Facebook der Diskussion zu stellen?

Nein.

Auch wenn ich schon seit längerem bei Facebook aktiv bin halte ich wenig von der Option, meine Kontakte über diesen Weg zum Wahlgang und zum Kreuz vor meinem Namen zu bewegen.

Das liegt zum einen an der Partei, unter deren Flagge ich segele – die ist derzeit aber so etwas von out, das liegt zum anderen an der Struktur meiner Facebook-Bekanntschaften. Wo andere jede und jeden als Buddy hinzufügen, halte ich es bei Facebook eher etwas persönlicher – wo der persönliche Kontakt vorhanden oder meinerseits aus als erstrebenswert betrachtet wird, beantworte ich eine Freundschaftsanfrage positiv. Die reine Tatsache, dass jemand im /(richtigen) Wahlbezirk lebt, kann meiner Ansicht nach keine passende SocialMedia Strategie sein.

Mit Grauen stelle ich mir vor, das Flamen und Whinen in meiner Pinnwand zu verfolgen und ggf. sogar zu zensieren.

Für Wahlthemen lobe ich mir mein Blog. Dort können sich Interessierte über meine Orientierung während der vergangenen Jahre schlau machen und ggf. kommentieren, ohne dass ich davon ausgehen muss, meine Freunde mit dem Thema zu vergraulen.

Am besten ist natürlich der Wahlkampf über die Parteiseite … und der startet demnächst.

 

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Deutsches Datenschutzrecht, Schleswig-Holsteiner Meinungen oder Irland – was gilt für Facebook überhaupt?

Wer sich im Internet bewegt, kommt weit rum. Das öffnet den Geist für Neues und wer des englischen einigermaßen mächtig ist, fühlt sich schnell akzeptiert und profitiert vom internationalen Austausch von Wissen, Waren und Dienstleistungen und manchmal findet man im Netz sogar einen vollkommen neuen Ansatz, das bisherige Handeln zu verändern. Zudem geht das Surfen viel schneller, als jedesmal in den Flieger zu steigen und JWD Gesprächskreise zu treffen.

Also: Wo ist das Problem?

Als Tourist unterliege im Ausland den örtlichen Gesetzen. Als Surfer bleibe ich auch auf Hawai immer unter den Fittichen des Deutschen Staates. Was hier verboten ist, bleibt im Netz verboten.

Das einfach gut wenn es um Kinderpornos, Volksverhetzung, Kundenabzocke und ähnlich böses Zeug geht. Es ist viel komplizierter, wenn ich mich im Web2.0 den in der Regel fremdländischen Plattformen anschließe und mit diesen interagiere. Zwar werden Kinderpornos, Volksverhetzung und Kundenabzocke überall bekämpft – aber manchmal nach anderen Regeln.

Juristische Regeln zu durchschauen, ist schon für Deutsche in Deutschland nicht immer leicht. Als wäre das nicht kompliziert genug, macht es für Deutsche Sinn, die Besonderheiten der luxemburger Rechtsprechung zu verstehen, denn: Jeder der sich als Verkäufer mit paypal oder amazon verbandelt, tut das erst einmal unter Luxemburger Gerichtsstand.

Irische Gesetze gelten nach Ansicht der norwegischen Datenschützer für den Umgang mit Facebook.


Der norwegische Datenschutzbeauftragte ist beispielsweise der Ansicht, dass das norwegische Datenschutzrecht auf Facebook keine Anwendung findet, sondern für norwegische Facebook-Nutzer vielmehr irisches Datenschutzrecht gelten soll, weil sich der europäische Hauptsitz von Facebook in Irland befindet. Nachdem Norwegen die Datenschutzrichtlinie der EU ebenso wie Deutschland umgesetzt hat, stellt sich die Frage, ob die norwegische Einschätzung korrekt ist und ob sie auch auf Deutschland übertragen werden kann.
via Internet-Law » Gilt deutsches Datenschutzrecht für Facebook überhaupt?.

Norddeutsche Datenschützer sehen das aber ganz anders.

Das ist zumindest der Pressemitteilung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) zu entnehmen, die kurze Zeit später meinen Horizont via Google + erreichte.

Das ULD erwartet von allen Webseitenbetreibern in Schleswig-Holstein, dass sie umgehend die Datenweitergaben über ihre Nutzenden an Facebook in den USA einstellen, indem sie die entsprechenden Dienste deaktivieren. Erfolgt dies nicht bis Ende September 2011, wird das ULD weitergehende Maßnahmen ergreifen. Nach Durchlaufen des rechtlich vorgesehenen Anhörungs- und Verwaltungsverfahrens können dies bei öffentlichen Stellen Beanstandungen nach § 42 LDSG SH, bei privaten Stellen Untersagungsverfügungen nach § 38 Abs. 5 BDSG sowie Bußgeldverfahren sein. Die maximale Bußgeldhöhe liegt bei Verstößen gegen das TMG bei 50.000 Euro.

via ULD an Webseitenbetreiber: “Facebook-Reichweitenanalyse abschalten”.

Als Verantwortlicher für den Betrieb der Firmenhomepage hänge ich jetzt bildlich zwischen Baum und Borke. So möchte ich natürlich dem Anspruch aus meinen Datenschutz-Disclaimer genügen, die Daten meiner Kunden und Besucher sparsam und sorgfältig einzusetzen – ich bin andererseits aber auch auf die Vernetzung durch soziale Plattformen wie Facebook und Co angewiesen um mir eine gewisse Unabhängigkeit von ecommerce-Plattformen wie Amazon und ebay zu bewahren.

Ich unterliege nicht der Aufsicht der Schleswig Holsteiner Datenschützer, habe in diesem Land aber Leser und Kunden – aber vielleicht liegt mein Glück ja doch in Irland, wie die Norweger meinen. Oder was meint Ihr?

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16 und Konsequenzen

Nachwuchs - Sternschnuppe

Nachwuchs - Sternschnuppe

Kommt nur mir das so vor, oder wird diese Affäre vergleichsweise nüchtern behandelt?

Das fällt mir nur auf, weil das Thema heute abend in der Kneipe von den Männern am Tresen ganz unaufgeregt aber schön wiederkäut wurde. Welches Thema? Na nun aber! Ich sage nur Schleswig Holstein.

 

Am 14. August 2011 trat Boetticher zunächst als Vorsitzender der schleswig-holsteinischen CDU und Spitzenkandidat der Partei für die Landtagswahl im Mai 2012 wegen einer früheren Beziehung[9] zu einer damals 16-jährigen Schülerin[10] zurück, mit der er im Frühjahr 2010 bis zur Trennung im Mai „zusammen gewesen“ sei.[1][11] Mit Erklärung vom 15. August legte er auch den Fraktionsvorsitz der CDU im Kieler Landtag nieder;[1] sein Landtagsmandat wolle er weiter ausüben.[6]

Wikipedia

Das Land zwischen den Meeren hat (für die vergleichsweise überschaubare Menge an Bewohnern) eine vergleichsweise hohe Skandalpolitikerdichte. Ob sie in der Wanne enden oder als Verteidigungsminsiter an Waffendeals scheitern, dumme Erinnerungspannen im Untersuchungsausschuß unterliefen oder ob sie schlicht über die fehlende Altersangabe in Facebook-Profile stolpern sei dahin gestellt – im Norden gehört der Skandal mit wohl dazu.

Mir ist es inzwischen Wurst – der Mensch gewöhnt sich an alles. Und ich bin mit dieser Ansicht offenbar nicht allein!

Obwohl: Nee, 16 geht nun wirklich nicht!

Sicher ist: Als Vater des Mädchens hätte ich schon vor Jahren ein ernstes Problem mit der Staatsanwaltschaft gehabt – die hätte wegen Mordes mit besonderer Heimtücke gegen mich ermittelt.

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KK-Antrag gestellt

So liebe 1und1er. Es ist genug, Schluss und gut! Ich habe die Nase voll von Euren Diensten und wechsel den Anbieter. Der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte ist die Tatsache, dass ich keine Bilder mehr auf meine inzwischen vier Domains hochladen kann, ohne mit meiner aktuellen WordPress-Version einen Haufen krypitscher Fehlermeldungen zu produzieren.
Ich habe weder Lust, mich auf Eure kostenpflichtigen Telefonnummern einzulassen noch mir stundenlang englische Fachforen einzuverleiben.
Dafür, dass Ihr in Euren Standartpaketen die Zahl der Datenbanken und Domains so runtergeschraubt habt, dass ich Zug um Zug immer mehr zahlen und den Überblick über meine Kosten verliere, habe ich Euch immer verflucht – aber nun ist es bald vorbei.
Es war nicht immer schlimm, aber selten schön mit Euch.

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Browse :: COLOURlovers

Browse :: COLOURlovers.

Der ulitmative Tipp für alle Farbblinden wie mich, wenn es darum geht sich der kommenden Ästhetik zu unterwerfen.

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An die Arbeit!

Das Zauberwort heißt Routine. Dressur. Gewöhnung. So wie Jahrhunderte zuvor unsere Vorfahren mit Drohungen, zuweilen mit brutalsten Mitteln zur regelmäßigen Lohnarbeit abgerichtet wurden, werden Mitglieder der Arbeitsgesellschaft – vom Kindergarten an – mit einer regelrechten Gehirnwäsche dazu erzogen, dass nur der, der angemessen lohnarbeitet, ein ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft ist. Dazu kommt ein Sozialsystem, das sich nur durch den – immer kleiner werdenden – Anteil an vollerwerbsfähigen Einzahlern finanzieren will. Aus dem kulturellen Zwang ist längst ein "stahlhartes Gehäuse" geworden, wie Max Weber das nannte. Ein Entrinnen gibt es nicht durch Leiden und harte Arbeit, sondern durch etwas Nachdenken.

via brand eins Online: “An die Arbeit” – brand eins 09/2009 – SCHWERPUNKT: ARBEIT.

Passt doch: Heute wurde von wohlwollender Seite behauptet, mir würde die Arbeit im Vorderhaus Spass machen – das hat mich echt irritiert. Drum erstmal was zum Thema Arbeit aus der Brand-Ein.
Lesen war mir zu anstrendend. Den Text gibt es für kleines Geld als Höhrbuch. Audible bietet auf der eigenen Seite die Brand Eins Beiträge des von mir geschätzten Wolf Lotter übrigens in besser Quältität als iTunes, was mich sehr frustet. ;)

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Nebel at its best

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

Fotos aus dem Wendland bei Nebel in Sepia. Weiterlesen

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Veto!

Heute sollte unsere Therme angeklemmt (- sorry: moniert!) werden. Ein Aunruf beim Hersteller ergab, dass das Abgasrohr durch einen Bogen rechnerisch viel zu lang für das Gerät wird.
Da schreitet der Schornsteinfeger ein – ist sein Job – und sagt laut “Veto!”
Nun hänge ich einen Tag im Rückstand und meine Firma ist so nett mir morgen einen Tag Urlaub zu geben. Das nenne ich mal Urlaub. Die wesentliche ToDo sind abgearbeitet aber wie immer sind die letzten Ecke die schwierigsten. Am Ende muss eben alles zusammenpassen. Das gestaltet sich für den ambitionierten Amateur immer etwas schwieriger als für den gelernten. ;)

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Früh übt sich

17 Monate… geht doch!

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Wasserdicht

Komisch ist das – während Facebook und Co sich langsam aber sicher in meinen Medienalltag geschlichen haben, Google+ noch etwas Zeit von meinem Onlinebudget abfressen will (und das erfolgreich), kommt mir gerade wieder der Vorteil meines Wespennestes unter die Finger: Ich kann meine Höhen und Tiefen als Bauherr erneut durchleben.
Was beim Badezimmer meiner Schwiegermutter noch dokumentiert ist, verschwindet bei Mark Zuckerberg im Nirvana der Belanglosigkeiten meiner Timeline. Dort könnte es zwar für alle Bösewichte dauerhaft lesbar sein, mir verschliesst sich diese Historie leider völlig. Aber das liegt wohl an meinen mangelnden Kenntnissen – mea culpa sozusagen.
Heute jedenfalls war wieder einer dieser Badezimmer-sucks-Tage wie schon so oft danach wieder. Heute aber, wie schon gestern mache ich daraus ein Wespennest-Thema, weil ich finde, dass mein Privatleben mich eben auch etwas angeht und ich es hier wenigstens wiederfinde – falls es mich noch einmal in die Untiefen ungeliebter Wochenendarbeit eintauchen möchte.

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Heute fertig gemacht: Den Badewannen-Teil mit Dachschräge, Estrich im Ecktoiletten-Bausatz, Flurtür-Einfassung. Offen: Heizungswandseite, Fensterfront mit Fensterrahmen und Einfassung, Schlafzimmertür-Einfassung, Decke.
Schlecht: Keine Ahnung, wann ich sonntags in der Garage mit der Kappsäge und im Haus mit dem Schlagbohrer abreiten darf. Gut: Ziel erreicht. Es bleibt die Angst davor, Morgen fertig werden zu müssen, um den Fliesenleger den Staffelstab übergeben zu können.

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Das Kreuz…

Es ist ein Kreuz. Nicht, dass ich mich beschweren will aber diese Altbauten haben soviele Überraschungen hinter der Tapete, dass der schlaue Hausbesitzer sehr vorsichtig mit Renovierungsplanungen sein sollte.
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, aktiv zu werden und dann sind die örtlichen Nahversorger unentbehrlich. Ein Sack Zement am Sonnabend, 45 lfd Meter Schalbrett kurz vor Feierabend, etwas Isolierung und … was hab ich noch vergessen? Egal, ich komme Montag Abend und hole den Rest.
Sicherlich macht es viel Freude, an alten Häusern vorbei durch die Stadt zu schlendern – aber wenn aus einem offenen Fenster eine Stichsäge kreischt. glaubt mir: Dann denkt ein Bewohner “…es ist ei Kreuz”!

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Zeichen und Wunder

Es ist vollbracht: Die Seitenfassade ist gefallen. To be continued….

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Wenn schon denn schon, Frau Roth: BRD abschaffen

Die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth CDU, fordert eine Reform des Staatsaufbaus: “Die Struktur des Föderalismus in Deutschland mit 16 teuren Landesverwaltungen und acht Landesbanken ist veraltet und ineffizient”, sagte sie dem SPIEGEL. Die Bundesländer in der heutigen Form gehören ihrer Meinung nach abgeschafft.

viaOberbürgermeisterin Roth: “Wir brauchen keine Bundesländer in dieser Form” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik.

Schöne Vorstellung – lasst uns einfach eine Ebene kappen, spart Geld, Verwaltung und sorgt für Bürgernähe. Die Grenzen zum Zentralismus sind fließend. Dass ausgerechnet die Bundesländer dran glauben sollen, halte ich als liberal denkender Demokrat für falsch.

Als guter Europäer wäre es mir lieber, die Bundesrepublik würde die Selbstauflösung beschließen und die 16 Bundesländer als autonome, wenngleich vernetzte Staaten in die EU entlassen.

Das wäre radikal aber wahrscheinlich sinnvoller. Mein Heimatland könnte sich eine ständige Vertetung in Berlin komplett sparen, die in Brüssel hat es eh schon. Wenn schon sparen, dann “da oben”. Die “hier unten” grassierende Fusionitis geht mir als Wendländer ohnehin zu weit. Die Wege werden weiter, Bürgernähe sieht anders aus. Zudem: Bislang hat es nicht gebracht, von allen kleinen Einheiten immer weniger zu haben. Kennen wir im Wendland schon. 3 statt 5 Samtgemeinden haben kaum Kosten gespart und das Land hat nicht einen Pfennig dazu gezahlt. Demnächst wird noch der Landkreis wegrationalisiert, damit Hannover nicht soviel Last mit dem renitenten Osten hat. Spart zwar auch nix, macht aber Sinn aus zentraler Sicht.

Nein, dann doch lieber mal anders herum.

Außenpolitisch wäre das mal ein echter Schritt in Richtung entspannte EU.

Unsere kleinen Nachbarn im Westen, Süden, Osten und Norden hätten endlich keine Minderwertigkeitskomplexe und Fremdbestimmungsängste mehr, wenn die Deutschen im vielstimmigen Chors statt mit dem Heldentenor auftreten, Frankreich und Italien könnten sehen wie weit sie mit ihren Zentralismus-Modellen in Zukunft noch kommen.

Und auch strukturpolitisch wäre das ein Befreiungsschlag:

Der Soli wäre eine Sache der EU (die Ostländer dürften wegen der offensichtlichen Wettbewerbsprobleme bezüglich der EU-Subventionen endlich zu Polen und der Tschechei aufschließen) und Nordrhein-Westfalen bleiben so wichtig wie die Belgier: Sie teilen sich die Herausforderung des Strukturwandels der Region. Die Bayern bekommen endlich ihren Freistaat, das Saarland könnte sich hin und her entscheiden und Radio Bremen überlebt auf die Weise vielleicht auch. Wenn es sinnvoll ist, können sich die deutschen Länder einige Institutionen erhalten in denen gemeinsame Sache gemacht wird: Verteidigung, fällt mir da ein. Für den nötigen Grundton in allen anderen Belangen kann Brüssel sorgen – was ja eh schon der Fall ist.

Was die Pluralität im Bildungswesen angeht wäre es vielleicht sowieso sinnvoller, wenn sich Brandenburg mit McPomm, Berlin und Polen harmonisiert als mit Baden-Württenberg, dem Saarland und NRW.

Selbst tagesaktuell hätte das seinen Charme: Der Schäuble hätte in Sachen Griechenland endlich nix mehr zu sagen – außer in Baden-Württenberg und das wäre gut so. Der Rüttgen könnte gleich nach Düsseldorf gehen und den Dialog um Gorleben führen wir dann direkt mit McAllister und … , sagen wir mal Sander.

Spaß beiseite. Mit wem wir über Gorleben reden steht auf einem anderen Blatt, aber:

Mag sein, dass das für einige Länder teuer wird – den Demokraten in mir ängstigt diese Vorstellung aber weniger als die Überlegung der eingangs erwähnten Bürgermeisterin einer Mainmetropole.

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Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt”

Wenn mir jemand sagt, ich kann nachts nicht schlafen wegen dieser Grölerei, dann kann ich ihn nicht auf die Unzulänglichkeiten von Hartz IV verweisen.

via Grünen-Politiker Boris Palmer: “Manchmal ist Repression angesagt” | Politik | ZEIT ONLINE.

Wo er die Wahrheit ausspricht, will ich ihm gerne zustimmen.

Es ist ein Kreuz mit diesen Parteiflügeln, denen man nicht selbst angehört. ;-)

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Lö Lö Löwe

Leute, ich freue mich sehr auf den Herbst, auch wenn ich jetzt ganz zufrieden bin mit meinem Apfel-Equipment.
Bahnhof? Dann bist Du Windows- oder Linux-User. Mac-Freunde wissen wahrscheinlich um Lion, das neue Betriebssystem für Apple-Mac. Es ist überall alles gesagt worden aber ein Punkt kommt mir zu kurz: Wir arbeiten, wie seine Steveness zu Recht sagte, heute mit Systemen die in den 80ern erdacht wurden. Ordner, Dateien, Ablagesystem gehören auf den Schrottplatz der Geschichte.
Nichts macht den Umgang mit Computern für reine Benutzer so schwer wie Dateien.
Der gekonnte Umgang mit der Ablage ist für Unternehmen ein Wettbewerbsvorteil und das an sich ist ein Witz. Gleichzeitig sind die Kunden so schafig, diesen Umstand nicht in Frage zu stellen. Wer nicht weiß, wo er welchen Vorgang wie öffnet fragt halt nen Kollegen. Am besten einen jüngeren.
Lion scheint sich dieser Frage anzunehmen und das ist spannend.

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Lesetipp: Das Duell « Herzdamengeschichten

Gestern war einer dieser wunderbar produktiven Online-Tage an denen ich weiß, dass es Wert ist doch am Ball zu bleiben.

Zum Abschluss eines wunderbaren, etwas frischen Sandkasten-Frühlingstages, noch einmal online gegangen, finde ich eine Geschichte auf einem mir neuen Blog (übrigens via Facebook). Es geht um nichts mehr aber auch nichts weniger, als dass, was man aus seinem Vaterdasein macht. Die Quintessents: Und ich bin selbst Papa!

“Und ich“, sage ich und hebe meine Augenbrauen dezent an, „ich bin selber Papa.“ Der Junge guckt verblüfft. Dann denkt er nach. Er sieht auf seine Schuhspitzen, er sortiert emsig Steinchen. Dann gibt er endlich auf, zuckt mit den Schultern, wirft mit einen ganz kurzen, fast schon freundlichen Blick zu und sagt anerkennend: „Okay. Das ist auch sehr gut.“

Das Duell « Herzdamengeschichten.

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Kontrolletti

So ist das mit Kontrollgremien. Sie sind nur so gut wie man sie läßt. Es ist zum heulen, dass es ausgerechnet in der Nuklear-Technik so unangenehm ist, wenn die Kontrolle auf voller Linie versagt.

Diplomaten und Politikwissenschaftler sehen die Behörde in einer unglücklichen Doppelrolle. Einerseits soll die IAEA die friedliche Nutzung der Nuklearenergie fördern, andererseits soll sie sich auch um deren Gefahren kümmern.

via Japans Atom-Desaster: Die IAEA schaut zu und schweigt – International – Politik – Handelsblatt.

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Wir können alles!

Hach das ist spannend! Wäre es möglich dass ein so grandioser, grüner Wahlsieg tatsächlich zu einem echten Politikwechsel führt?

“Wir können alles!”

Da können die Südwestler mal eben den ersten grünen Ministerpräsidenten (bis dahin undenkbar!) und der kann jetzt eben nicht gegen seine zentralen Forderungen regieren. Oder doch?

S21, Energiewende, Bildungsdebatte – Viel Platz für Hoffnungen, viel Raum für Enttäuschung.

Es ist das eine, was man ändern muss, das andere was man ändern kann. Grandiose Siege in Wahlschlachten sind nichts wert, wenn sie nicht bald zu Ergebnissen führen. (Ich sehe Westerwelle nicken).

Ich wünsche dem Ministerpräsidenten viel Erfolg und hoffe auf seine Unterstützung bei der Suche nach einem alternativen Endlagerstandort.

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Von Pazifisten und anderen

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern da war es undenkbar, dass deutsche Soldaten außerhalb der Landesverteidigung eingesetzt wurden.

Dieser Friede währte 40 Jahre lang. Damals – alte Leute wissen es noch – wurde zur Osterzeit für den Frieden auf der Welt demonstriert und hunderttausende gingen mit.

Was ist inzwischen nicht alles geschehen.

Wir haben deutsche Soldaten in Jugoslavien stationiert, wir werden am Hindukusch verteidigt, deutschen Wirtschaftsinteressen mit Waffengewalt am Horn von Afrika der Seeweg freigehalten und der deutsche Außenminister entschuldigt den Umstand, dass die Luftwaffe nicht in Libyen die Luftabwehr eines durchgeknallten Diktators platt macht.
Damit nicht genug. Viele meiner digitalen Kontakte sind geradezu empört, dass Deutschland keinen Wüstenfuchs schicken will, um die Beduinen zu befrieden.

Wie nebenbei wird die Wehrpflicht abgeschafft und ohne Plan und Diskussion machen wir uns an die Verkleinerung der Armee auf ein Maß, das … ja was eigentlich? Wer hat eigentlich festgelegt, wieviele Deutsche in Uniform auf Befehl töten dürfen oder müssen, geschweige denn wen sie töten sollen.

Damals, in der guten alten Zeit, schoss man noch auf seine Nachbarn. Jetzt, da wir das Reihenhaus Europa ausgerufen haben, kommt das nicht mehr so gut an. Muss man sich halt ein anderes Ziel suchen – aber welches? Den Terror? Blödsinn, eine Armee kann gegen Soldaten kämpfen, gegen Terroristen hilft die Polizei. Menschenrechtsverletzer? … Ich denke kaum!

Wie kommt man eigentlich auf die Sollstärke einer Armee, deren Aufgaben inzwischen genauso schwammig definiert sind, wie die Sicherheitsbestimmungen deutscher Kernkraftwerke. Wenn tagesaktuell entschieden wird was wir als Landesverteidigung bezeichnen, muss man da nicht auch Ausrüstung und Mannstärke der Armee kurzfristig auf- und abschwellen können? Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, die Bundeswehr ganz aufzulösen und abzuwarten was passiert!?

Ich wäre sehr dafür, eine ausgiebige Debatte über den Sinn und Unsinn von militärischen Kapazitäten zu führen – aber wer macht mit?

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Das große Beben

Vor zwei Tagen, am 11.März, bebte in Japan die Erde und gestern wurde mir klar: Dieses Ereignis wird in die Geschichte eingehen. Es wird eines der Daten sein, das Schüler auswendig lernen werden und sie werden doch nichts damit verbinden können.

Wir werden zu Zeitzeugen obwohl wir tausende Kilometer entfernt leben.
Heute spüre ich Mitgefühl mit den Opfern der Naturkatastrophe. Ich empfinde aber auch eine verstörende Mischung mit Wut!

Stellt sich Frage: Was können wir von Japan lernen?

1. Wenn Du Angst vor einer Katastrophe hast, bereite Dich vor! Übe den Ernstfall in der Schule, habe To-Do-Listen was Du brauchst und verinnerliche Dir, Dich daran zu halten, wenn der Bedarf es erfordert.

2. Sei Dir bewusst, dass es immer noch schlimmer kommen kann. Löse Deine Probleme unverzüglich! Wer weiß, ob Du lange Gelegenheit haben wirst.

3. Glaube nicht, dass alles technisch Mögliche auch technisch machbar ist. Wenn es machbar scheint, glaube nicht, dass Du es beherrscht.

4. Gott ist tot.

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